Vive l’Europe! #85 - Alpinen Wald- und Brandschutz forcieren!
Izjemno vroča poletja in dolga sušna obdobja nas opominjajo, kako ranljiva je narava. Gozdni požari niso več le težava v sredozemskih pokrajinah, ampak se z njimi vse pogosteje srečujemo tudi v gorskem svetu. Kako se z novimi izzivi spopadamo v pri nas in kaj lahko storimo za boljšo zaščito gozdov, nam bo pojasnil Harald Vacik, strokovnjak z BOKU Wien. Z njim se pogovarja Heinz Pichler.
Der Sommer 2026 war durch anhaltende Hitze und Trockenheit geprägt, was zu einer deutlichen Zunahme von Waldbränden führte. Besonders in Portugal und Südfrankreich waren die Brände so verheerend, dass beide Länder den EU-Katastrophenschutzmechanismus aktivierten. Österreich blieb im Vergleich zu anderen EU-Staaten größtenteils verschont, verzeichnete jedoch im Vergleich zu 2025 eine erhebliche Steigerung auf etwa 400 Brandherde. Waldbrandforscher Harald Vacik (BOKU Wien) ist besorgt, mahnt für die nächste Zeit zu erhöhter Vorsicht und Wachsamkeit und fordert mehr Mittel für Prävention und Forschung, insbesondere für den alpinen Wald- und Brandschutz! Sein bisheriges Resümee zu den diesjährigen Waldbränden in Österreich lautet:
Wir haben jetzt über 390 Waldbrände und mehr als 400 Vegetationsbrände dokumentiert, und auch die durchschnittliche Waldbrandfläche liegt weit über dem Schnitt der letzten 20 Jahre. Also das heißt, wir steuern hier wirklich auf eine besondere Saison 2026 zu. Bei uns ist es so, dass die Waldbrandfläche jedes Jahr sehr stark variiert und es wird sehr stark durch Einzelereignisse getrieben. Das heißt, in manchen Jahren gibt es eben Flächen, die 100 bis 150 Hektar sind, und in manchen Jahren können die Flächen auch nur 20 Hektar oder mehrere 100 Hektar sein. Und das ist meistens durch Einzelbrandereignisse sehr stark getrieben. Und wenn man sich anschaut, die Situation in den letzten Monaten, gerade im August mit zwei Bränden im Föhrenwald, einer davon knapp 100, der zweite mit knapp 86 Hektar, da sieht man, dass allein schon zwei Einzelbrandereignisse, die jetzt in den Schwarzkiefernwäldern in Niederösterreich aufgetreten sind, diese durchschnittliche Anzahl an Waldbrandfläche pro Jahr weit überschritten wird.
Ein Blick auf die diesjährigen Waldbrände in Europa ergibt für den Walbrandexperten folgendes Bild:
Wir haben auch in ganz Europa natürlich ein außergewöhnliches Jahr mit über 600.000 Hektar an Waldbränden, die dokumentiert sind, über 1.900 Brände, Großbrände jetzt, die als solches über das Satellitenerkundungssystem von EFIS detektiert worden sind, und das ja auch eine Größenordnung im Vergleich, das würde bedeuten, wenn das ganze Bundesland Salzburg als solches jetzt abgebrannt wäre in ganz Europa, und da haben wir natürlich auch entsprechende Schwerpunkte. Das hat man ja sehr gut verfolgen können über die Situation in Frankreich und in Spanien. Und ja, die Waldbrandflächen waren hier außergewöhnlich groß für die beiden Länder, und man hat auch gesehen, dass über 300.000 Menschen evakuiert werden mussten aufgrund dieser Brände. Also das heißt, das ist schon wieder ein besonderes Jahr, das wir auch in ganz Europa festgestellt haben.
In Portugal und Südfrankreich waren die Brände in diesem Jahr so verheerend, dass beide Länder den EU-Katastrophenschutzmechanismus aktivierten. Damit wurde länderübergreifende Hilfestellung, ohne größeren administrativen Aufwand, gewährleistet, …
… ja, der von Ihnen angesprochene Katastrophenschutzmechanismus ist einmal ein ganz wichtiges Instrument, um die Länder, das sind insgesamt 37, also die 27 EU-Länder und 10 zusätzliche Länder, die hier quasi unterstützend zur Seite springen können in der Bekämpfung von Bränden und können hier über den Einsatz von Einsatzorganisationen und Luftunterstützung sehr einfach und ohne viel administrativen Aufwand unterstützend eingreifen. Daneben gibt es aber auch den rescEU als zweites Instrument, wo die EU selbst noch einmal 22 Flugzeuge und 5 Hubschrauber zur Verfügung stellt, die zusätzlich zu dem Equipment, das die jeweiligen Länder über diesen EU-Katastrophenschutzmechanismus zur Verfügung stellen können, auch beistehen können. Und in Summe ist das schon ein sehr wichtiges Instrument, wenn eben gerade solche Extremereignisse auftreten und die Ressourcen dann auf regionaler oder auch nationaler Basis dann nicht ausreichen, dass hier andere Länder unterstützend eingreifen können.
Anerkennende Worte für diesen EU-Katastrophenmechanismus findet auch der EU-Abgeordnete Grégory Allione, er ist übrigens vom Beruf auch Feuerwehrmann, und sagt:
Ich möchte Kommissarin Hadja Lahbib für ihre Arbeit loben, die Anfang Juni den Start dieser europäischen Strategie zur Bekämpfung von Waldbränden ermöglichte. Dazu gehörte die Vorpositionierung von Luftfahrzeugen und Feuerwehrleuten – über 700 Feuerwehrleute wurden europaweit eingesetzt. Wir erleben hier echte Solidarität, wie wir sie aus dem Katastrophenschutz kennen. Wir bereiten uns alle auf schwierige Situationen vor. Das bedeutet, dass es der Europäischen Union heute nicht nur um Worte und Verordnungen geht, sondern auch um konkrete Maßnahmen vor Ort. Feuerwehrleute tauschen Informationen aus und arbeiten zusammen, um die Auswirkungen des Klimawandels zu bekämpfen. Vorausschauendes Handeln und Vorbereitung sind genau die Elemente, deren Umsetzung der Niinistö-Bericht für diese Legislaturperiode gefordert hat. Und wir sehen deutlich, dass die Europäische Kommission, insbesondere Hadja Lahbib, dieses Thema ernst genommen hat und angesichts der aktuellen Hitzewellen bereits frühzeitig konkrete Maßnahmen in diesem und im nächsten Sommer ermöglicht.
Und es gäbe auch Beispiele, wie eine aktive Unterstützung von österreichischen Einsatzkräften im Rahmen des Katastrophenschutzmechanismus gegeben ist und war:
In den vergangenen Jahren, haben schon viele Einsatzorganisationen in Österreich hier mitgewirkt bei diesem Katastrophenschutzmechanismus, zum Beispiel in Mazedonien, Frankreich, Italien. Es gibt ja auch Niederösterreich als Beispiel, den Waldbrandsonderdienst, der hier einige hundert Einsatzkräfte auch dementsprechend schon trainiert hat und für solche Einsätze auch zur Verfügung stellen kann. Gerade aktuell sind auch von Niederösterreich und vom Waldbrandsonderdienst Leute auf Sardinien, die dort aktuell unterstützen in der Bekämpfung und gleichzeitig aber auch, das ist ja der wesentliche Zweck auch, hier ein Training, wenn man das jetzt so bezeichnen will, auch bekommen über den Einsatz in anderen Ländern, weil natürlich die Bekämpfung von Vegetationsbränden unter anderen Rahmenbedingungen, eventuell mit weniger Wasser, auch mit Gegenfeuer zu arbeiten, hier auch die Möglichkeiten bietet, Situationen kennenzulernen, die wir in Österreich in der Form noch nicht haben.
Welche hauptsächlichen Ursachen, für die bereits angesprochene Zunahme von Walbränden würde nun der BOKU-Waldbrandexperte definieren:
Ja, wir haben zuallererst den Klimawandel als einen ganz wichtigen Treiber, weil natürlich über das Auftreten von Trockenperioden und vermehrten Hitzetagen, erhöhte Gewittertätigkeit, die wieder zu mehr Blitzschlagaktivität auch führt, sehr stark die Entzündungswahrscheinlichkeit für Brände erhöhen kann. Daneben ist es die ganze Frage rund um die Outdoor-Aktivitäten. Man sieht einfach eine Tendenz zu mehr Freizeitaktivitäten im Wald, in der Landschaft und damit natürlich auch eine erhöhte Gefahr, wie der Entzündungsgefahr, sei es über das Ausbrennen von Zigaretten oder über Lagerfeuer, die außer Kontrolle geraten. Und das Dritte sind dann natürlich auch politische Rahmenbedingungen, die in weiterer Folge zu einer Veränderung der Bewirtschaftung führen können. Das heißt, dass durch die Art und Weise, wie die politischen Rahmen gestaltet werden, auch dann zum Beispiel eine extensivere Bewirtschaftung des Waldes oder eine Veränderung gerade der Landnutzung einhergehen kann und die sich auch sehr stark dann auf die Verfügbarkeit von Brennstoff und damit auf die Intensität und die Ausbreitung von Bränden auswirken kann.
Zur dritten Ursachenbegründung, der angesprochenen extensiveren Bewirtschaftung des Waldes, der Verfügbarkeit von Brennstoff und damit einhergehender Entzündungsgefahren sei ergänzend angemerkt, …
… im Hinblick auf die Entzündungsgefahr, also das Entstehen von Bränden, kann natürlich über die Waldbewirtschaftung auch ein Beitrag geleistet werden, dass unsere Wälder weniger anfällig sind, das heißt ein feuchteres Innenklima haben, dass die Bestände - das Kronendach - eher geschlossen sind, dadurch weniger Sonnenlicht oder weniger Strahlung eintreten kann, es zu weniger Austrocknung am Boden kommen kann und das Mikroklima an sich viel feuchter ist. Das heißt, die Bedingungen für das Entstehen von Bränden können so hinsichtlich dieser Gefahr reduziert werden. Und der zweite Aspekt, der hat dann eher mit der Intensität und mit der Ausbreitung von Bränden zu tun. Da sieht man einfach, dass die Art und Weise, wie die Wälder zusammengesetzt sind, auch eine große Auswirkung auf die Ausbreitung hat. Also Durchmischung zum Beispiel von Laub- und Nadelwald kann dazu führen, dass sich Brände weniger stark ausbreiten, weil die Laubbäume oft auch als Barriere wirken können. Daneben kann auch das Vorhandensein von Waldstruktur eine Feuerleiter bedingen. Das heißt, dass sich zum Beispiel ein Bodenfeuer zu einem Kronenfeuer ausbreiten kann. Oder das Vorhandensein von dünnem Totholz, Feinreisig, kann unter anderem die Ausbreitung und Intensität von Bränden wieder erhöhen. Das heißt, jede Maßnahme, die wir setzen, ob es jetzt Durchforstungen sind, ob es Pflegeeingriffe sind, können unmittelbar Auswirkungen auf Entstehungs- und Ausbreitungsgefahr von Bränden haben.
Österreich blieb, im Vergleich zu anderen EU-Staaten, von massiven Waldbränden zwar größtenteils verschont, doch Waldbrandforscher Harald Vacik von der BOKU Wien ist ob der aktuellen Zunahmen besorgt. Erhöhte Vorsicht, Wachsamkeit und intensivere Aufklärung seien aus seiner Sicht unerlässlich:
Wachsamkeit oder Bewusstseinsschärfung, wenn man das so will, ist sicher eine der wichtigsten Präventionsmaßnahmen. Das gilt sicher für alle Bevölkerungsgruppen, weil hier einfach noch dieses Bewusstsein, wie der Faktor Mensch, der hier bezüglich der Entzündungsgefahr eine Rolle spielt, noch zu wenig vermutlich in den Köpfen ist. Und daneben gibt es natürlich auch die Möglichkeit, jetzt über die Bewirtschaftung des Waldes, über die Vorbereitung von Einsatzkräften bis hin zu Öffentlichkeitsarbeit auch ganz wichtige Maßnahmen, die man setzen kann, um dieser Aufklärung eben gerecht zu werden.
Wobei unter dem Aspekt der Aufklärung für den Waldbrandforscher auch eine intensivere Grundlagenforschung, vor allem hinsichtlich des Brandschutzes im Alpenraum, erforderlich wäre, …
Also wir haben bei vielen Themen als solches noch einen großen Aufholbedarf, was unsere empirischen Grundlagen anbelangt; wo, unter welchen Rahmenbedingungen sich Brände wie entwickeln können, wie viel an Emissionen wir haben, wie rasch sich ein Feuer unter bestimmten Rahmenbedingungen ausbreiten kann. Wir versuchen das im Rahmen unserer Forschungsaktivitäten auch über Modelle zu erfassen. Aber viele von diesen Grundlagen gehen zurück auf Studien, die im mediterranen Raum oder in Australien oder Amerika gemacht worden sind, und wir wissen einfach von Versuchen, die wir gemacht haben, dass manche von diesen Überlegungen einfach nicht so einfach auf Mitteleuropa oder auf den Alpenraum übertragbar sind. Und da braucht es einfach viel mehr an empirischen Grundlagen, auch, damit wir bessere Vorhersagen machen können, die dann wieder für die Einsatzkräfte oder auch für Waldbewirtschafter*innen ganz wichtig sind, um abzuschätzen, ja, müssen wir jetzt evakuieren, wie viel Zeit haben wir noch, wie rasch wird sich ein Brand unter diesen Bedingungen ausbreiten, und da braucht es einfach auch noch sehr viel an Forschungsarbeit.
Die Vorhersagen lauten: Hitzetage werden zunehmen, ebenso die damit verbundene Trockenheit in Wäldern, vermehrte Gewitter mit Blitzeinschlägen und eine Zunahme der Windstärke. Welche Vorsorgemaßnahmen wären hinsichtlich einer optimalen Waldbrandprävention zu empfehlen?
Ja, was glaube ich wichtig ist für uns in Österreich, wo wir eine sehr starke Verzahnung von Siedlungsraum mit Waldflächen haben, ist, dass ein erhöhtes Augenmerk auf eine Gefahrenzonenplanung hinsichtlich solcher Naturgefahren gemacht wird. Das heißt, man nennt das im internationalen Kontext immer dieses „wildland-urban interface“ (WUI), diese Verzahnungszone zwischen Siedlungsraum und Waldflächen oder Vegetation. Und da beobachten wir einfach in den letzten Jahrzehnten, die Städte und Dörfer wachsen natürlich im Umland dadurch, und das Bedürfnis ist auch da, für dieses Häuschen im Grünen, wenn ich so sage. Und genau diese Situation, die hier auf dieses Bedürfnis eintritt, führt aber zu sehr gefährlichen Situationen im mittelzentralen Kontext. Also es gibt viele Gebiete, wo es einfach dann schwierig ist bei Extremsituationen, wenn Brände mit hoher Geschwindigkeit, mit hoher Intensität sich ausbreiten, dann kann oft dieser Siedlungsraum, wenn er unmittelbar angrenzt an den Wald, nicht mehr geschützt werden. Und da ist es, glaube ich, wichtig, sich auch Gedanken darüber zu machen, welche Zonen sind in so einer Situation auch dann nicht zu besiedeln. Ähnliches kennt man ja auch jetzt von Überflutungen, oder in Lawinenstrichen. Also das sind genau solche Überlegungen, die man im Kontext jetzt auch von einer Waldbrandprävention für Szenarien, die jetzt in die Zukunft reichen, also quasi in 40, 50 Jahren, wo man davon ausgeht, dass wir dann eine Vielzahl an Tagen mit erhöhter Waldbrandgefahr haben, dass die Extremereignisse mit Trockenheit, mit Wind zunehmen werden, dann haben wir auch Situationen, wo wir solche Bedingungen haben, die dann nicht mehr kontrollierbar sind. Und dafür ist es dann wichtig, einfach auch schon entsprechend vorzusorgen.
Nochmals zurück zu den unterschiedlichen Bedingungen bei Waldbränden in mediterranen Gebieten und in Ländern mit Vergleichsweisen hohem Anteil an alpinem Gelände – welche präventiven Maßnahmen wären hier zu beachten?
Ich denke mal, gerade für Österreich ist vermutlich die Schutzwaldthematik diejenige, die noch am relevantesten ist, also eben für die alpinen Länder wie jetzt eben Slowenien, alpiner Raum von Italien, Frankreich, Österreich, Schweiz. Weil wir einfach diese Herausforderung haben, dass eben die Brände auch im alpinen Raum eine Vielzahl an sekundären Naturgefahren dann auslösen können. Also das heißt, nach dem Brandereignis treten eben dann vermehrt Steinschlag, Erosion oder Muren auf, und damit haben wir dann natürlich eine Vielzahl an Folgeerscheinungen. Und deshalb versucht man eben so stark, gerade im alpinen Raum, auch diese Brände auch an ihrer Ausbreitung zu hindern. Also das ist, glaube ich, ein Thema, das oft vielleicht vergessen wird, dass hier gerade im eng besiedelten Gebiet, im alpinen Raum, wenn die schützende Vegetationsdecke dann weg ist, hier eine Vielzahl an Folgen, Naturgefahren auftreten können. Und das ist, glaube ich, das Thema, das die meisten dann auch umtreibt, wenn es darum geht, hier Prävention und Vorsorgemaßnahmen treffen.
Nun abschließend die Frage, welche Auswirkungen hat ein Brandereignis für die gesamte Waldvegetation – wie rasch erholt sich der Wald nach einem Brand?
Das hängt im Wesentlichen von der Intensität des Brandes ab. Wir unterscheiden immer zwischen Bodenfeuern oder Kronenfeuern, die hier mit unterschiedlicher Intensität die Vegetation zerstören können. Wenn wir nur ein Bodenfeuer haben mit geringer Intensität, das heißt, da werden das Gras, die Sträucher verbrannt, die Rinde ein bisschen angekokelt, aber im Wesentlichen wird die Baumvegetation, die Krone als solches, nicht zerstört. Bei einem Kronenfeuer mit hoher Intensität sind die Flammen länger, und dementsprechend kann hier der ganze Baum auch dann Feuer fangen und die Nadeln oder die Blattmasse auch zerstört werden. Und das hat dann natürlich auch große Auswirkungen auf die Fähigkeit, dass sich so ein Wald wieder erholt und entsprechend wieder als ein Waldbestand sich entwickeln kann. Wir sehen von Flächen, die in den letzten Jahrzehnten gebrannt haben und wo intensive Brände aufgetreten sind, das heißt, es zu einer vollständigen Zerstörung jetzt des Waldbestandes, der Bodenvegetation, des Humuses gekommen ist, dann kann es oft mehrere Jahrzehnte dauern, bis sich so ein Wald wieder erholt. Und in anderen Situationen, wo die Intensität geringer war, kann es sein, dass schon nach ein paar Wochen die ersten grünen Gräser wieder sprießen und auch die Vegetation, die Baumvegetation, die Naturverjüngung sich wieder entwickelt. Einerseits aus den Samen, die jetzt noch im humosen Oberboden waren, oder wenn das ausschlaggebend fähige Baumarten sind, wie eine Eiche zum Beispiel, dann können die unmittelbar aus den Wurzeln oder aus dem Stamm wieder neu austreiben und so auch wieder diese Fläche besiedeln. Das heißt, Intensität des Brandes ist ganz ein wichtiger Aspekt, um abzuschätzen, wie rasch sich so ein Wald wieder erholen kann.
Tveganje za gozdne požare narašča. Glavni razlog so podnebne spremembe in daljša sušna obdobja. Pomembna je tudi večja prisotnost ljudi v gozdovih, pravi strokovnjak za gozdne požare Harald Vacik. Preprosto opažamo več rekreativnih dejavnosti v gozdu, s tem pa seveda povečano tveganje vžiga, bodisi zaradi odvrženih cigaret ali tabornih ognjev, ki uidejo izpod nadzora.
Tveganje pa lahko zmanjšamo tudi z ustreznim gospodarjenjem z gozdovi, izpostavi sogovornik. Pomembna je predvsem dobra mešanica listavcev in iglavcev ter bolj vlažna mikroklima. Velik pomen ima tudi boljše načrtovanje območij, kjer se stikajo gozd in naselja.
Vacik opozarja, da izkušenj iz drugih delov sveta ne moremo preprosto prenesti v naše okolje: »Številne izmed teh osnov temeljijo na študijah iz Sredozemlja, Avstralije ali Amerike. Iz lastnih poskusov pa vemo, da nekaterih spoznanj preprosto ni mogoče tako enostavno prenesti na Srednjo Evropo ali alpski prostor. Zato potrebujemo veliko več empiričnih podlag, da bomo lahko postavili boljše napovedi.«
Zakaj pa so požari v alpskem svetu tako nevarni? Po alpskem požaru obstaja še povečano tveganje za druge nevarnosti, kot so podori skal, erozija in blatni plazovi, kar vodi do številnih posledic.
Gozd se po požaru obnavlja različno hitro, pojasni Harald Vacik. Po blažjih požarih se lahko rastje obnovi v nekaj tednih. Po zelo močnih požarih pa lahko obnova traja več desetletij. Prav zato sta preprečevanje požarov in dobra priprava nanje ključnega pomena.
Kurzbiografie:
Univ. -Prof. Dipl. Ingenieur, Dr. Harald Vacik beschäftigt sich in seiner Forschungs- und Lehrtätigkeit am Institut für Waldbau an der BOKU University in Wien mit der Evaluierung von Bewirtschaftungskonzepten in Hinblick auf ihre Nachhaltigkeit, die Biodiversität und das Potential zur Anpassung an den Klimawandel. Er ist Begründer der Österreichischen Waldbrandinitiative (AFFRI)und des subregionalen Euro Alpine Fire Network des Global Fire Monitoring Centers (GFMC). Gemeinsam mit dem Waldbrand-Team der BOKU werden Fallstudien zu Waldbränden in Österreich, Untersuchungen zur Waldbrandgefahr und zum Waldbrandverhalten im Rahmen von Forschungsprojekten umgesetzt.
Grégory Allione ist EU-Abgeordneter der Fraktion Renew Europe und unter anderem Mitglied des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lebensmittelsicherheit.
Informationen zu Waldbränden und der Waldbrand-Statistik in Österreich sind verfügbar unter:
Oblikovanje I Gestaltung: Heinz Pichler & Neža Katzmann Pavlovčič
Die Sendung wurde in Zusammenarbeit mit Euranet Plus – dem führenden Radiosender für europäische Nachrichten – produziert.
Oddajo pripravljamo v sodelovanju z Euranet Plus – vodilno radijsko mrežo za evropske novice.