Der Kino-Hunderter

Der Kino-Hunderter

Glasperlenjazz am Do. 15. Oktober 2026

Ihr seht schon, heute wird’s irgendwie interdisziplinär. Grund dafür sind ..... die Hunderter.

Nicht der Titelbildhunderter (gerade erst in einer sehr alten Jacke gefunden…); der ist zwar noch immer recht hübsch, aber leider nicht mehr viel wert. Ein leichtes Bürscherl nur mehr! Zwei kleine Bierchen im Wirtshaus und futsch ist er. Nein – WIR behandeln natürlich (fast) immer ausschließlich Wertvolles und möglichst nicht dem Gang der schnellen Vergänglichkeit Unterworfenes.

Heuer also das Jahr der Hunderterjubiläen!

Da wären zum Beispiel: Queen Elisabeth die Zweite, Fidel Castro (ein Traumpaar), Marilyn Monroe, die Komiker Jerry Lewis und Leslie Nielson, Ingeborg Bachmann, Peter Alexander etc, etc. Im Metier der Musik, die mich schon eher interessiert, wird’s mit Chuck Berry und Tony Bennet schon sehr warm  - und mit Miles Davis und John Coltrane brennheiß. Aber – nicht nur Menschen feiern heuer Ihren Hunderter -sondern auch eine Klagenfurter Kultur-Institution ersten Ranges und erster Güte!

Am 15. Oktober 1926 eröffnete mit dem damals und auch heute noch in jeder Hinsicht revolutionärem Stumm-Film „Panzerkreuzer Potemkin“ von Sergej Eisenstein im damals noch selbständigem Stadtteil St. Ruprecht, der die Arbeiter-Wohn-Gegend Klagenfurts war, das „Volkskino“. Und das gegen erhebliche Widerstände des bürgerlichen Gemeinderatsflügels. Seit 1991 ist das Volkskino nunmehr ein Programm- und Alternativ-Filmkino vom Feinstem, getragen von Idealisten auf Vereinsbasis.

Am Donnerstag dem 15. also der feierlich begangene 100-ste Geburtstag dieser Institution – begangen mit …… „Panzerkreuzer Potemkin“ (was sonst) mit musikalischer Begleitung des Stummfilmklassikers durch ein feines Ensemble der Gustav Mahler Privatuniversität Klagenfurt. 

Und ich ? Ich widme diesem wunderbarem Ort, dem ich so viele tolle Stunden verdanke, Musik! Musik aus und Musik über Filme! Die Filme von Fellini, Preminger, Hitchcock, Tarkovsky, Verneuil, Spielberg; die Musik komponiert von den ganz Großen wie z. B.: Rota, Herrmann, Morricone, Williams, Barry; die Musiker Couturier, Zorn, Sex Mob, Helbock, Linda Sharrock (eine absolute radiophile Rarität!!!), Pieranunzi und der wunderbaren Jeanne Lee.

Damit wünsche ich dem Film im Allgemeinem weiterhin wunderbare menschengedachte und menschengemachte (Jazz-) Musik und dem Volkskino in St. Ruprecht weitere 100 Jahre spannendes, informatives und berührendes Kino!

Salut

Arnold Prenner