Internationaler Jazz-Tag 2026

Internationaler Jazz-Tag 2026

am Do, 30.04.2026 gestaltet von Arnold Prenner, Gilbert Waldner, Michael Erian und Raimund Spöck.

Heute ist der 30. April.

Und das ist : Internationale Jazz-Tag des Jahres 2026!

Auf das hin rotten sich einige Jazz-Redakteure unseres guten Senders radioAgora heute Abend zusammen, um für Euch und sich selbst einen schönen Abend zu gestalten.  

Also ab 20:06 ruhig ein Tässchen Tee aufkochen oder eine Hopfenkaltschale einfrischen, ein Fläschchen Wein entkorken oder einen Kilo Orangen schlachten und ein paar Snacks oder „Soulfood“ drapieren…

Nicht zu viel planen ( geheime Interna: genauso werden wir das übrigens auch angehen….), denn schließlich ist der Jazz die Wissenschaft der Improvisation! Je durchgetakteter, vorgeplanter, an den stupiden Alltag angepasster unsere Leben so sind – und auch noch immer mehr werden - , desto wichtiger für Körper, Geist und Seele wird er, der Jazz. In all seinen schier endlos erscheinenden Erscheinungsformen trifft er, der sich aus der tristen Arbeitswelt geknechteter, diskriminierter und entrechteter schwarzer Menschen entwickelt hat, immer und aus jeder Richtung : DIE FREIHEIT – an der Hand des Widerstandes!

Und  - auch wenn es wie ein altabgedroschener Werbetext klingen mag : Kaum irgendwann war er wichtiger denn jetzt!

Denn er, der Jazz ist eine Schule. Eine Schule der Gewaltlosigkeit, aber fern von Hilflosigkeit. Wer in JAZZ denkt, weiß von der Macht der Gemeinschaft, vergisst aber nie, dass diese Gemeinschaft ein unendlich großes Puzzle ist - aber mit der Besonderheit, dass ihre Teile ein Ganzes ergeben, OHNE dass die Kanten der Einzelteile, sprich Individuen, glatt und nahtlos aneinander grenzen. Unsere Grenzen fließen und unser Zusammenhalt ist so wie der von Wasser und in ihm befindlichen Teilen.

Wir sind KEIN Schwarm, wir Jazzhörer und Jazzmusiker. Wir werden NICHT von einer übergreifenden „Natur“-Intelligenz gesteuert. Wir sind bunter, vielseitiger. Jeder kann ein Motor sein; jeder ein Hirn der Sache – und in jedem Moment ein Anderer. Die unzählbar vielen Eigenständigkeiten des Denkens machen uns zu einer Hydra mit unendlich vielen Köpfen; jede KI wird uns immer nur hinterherhinken können.

Und dieser Geist sollte gelehrt werden. Er kann nicht ausgrenzen, weil es kein Außen gibt, er lässt andere Meinungen und Stimmungen nicht nur zu, sondern fördert sie, denn sie sind das Kapital seiner eigenen Zukunft. Deswegen ist er das Gebot der Zukunft.

Heute ist der 30. April

-Und ich gratuliere dem Jazz und allen, die in ihm und rund um ihn zu tun haben. Er und wir müssen mehr werden und wachsen. Der Kampf gegen Stereotypisierung, Normierung, Eingrenzung, Abschottung und Verblendung ist unsere DNA!

 

Keep swinging

Und keep listening radio