… selbstständiges Denken ist nicht verboten

… selbstständiges Denken ist nicht verboten

Sendung vom Freitag, 17. Juli 2026 – 18 Uhr

Antonia Gössinger zu faktenbasierten Journalismus, Intensivierung der politischen Bildung, warum uns mehr Qualitätsjournalismus gut tut, und das selbstständiges Denken nicht verboten sei.

Sie war bis Ende 2020 Chefredakteurin der Kleinen Zeitung in Kärnten und ist als Journalistin und Medienexpertin über die Landesgrenzen hinaus bekannt. In der Redaktion war sie bereits 1983 tätig und als Politikredakteurin wurde sie für ihre kritische Berichterstattung, etwa durch ihre pointiert formulierte Kolumne „Salz & Pfeffer“ bekannt.

Sie wurde mehrfach für ihren Einsatz für Pressefreiheit und unabhängigen Journalismus gewürdigt, unter anderem mit dem Concordia-Preis 2009 und 2013 oder dem Kurt-Vorhofer-Preis 2006. Ihre Unabhängigkeit und ihr Mut, sich gegen politische und wirtschaftliche Mächte zu stellen, brachten ihr den Ruf ein, die „mutigste Journalistin Österreichs“ zu sein.

Elisabeth Horvath betonte in ihrer Laudatio zum Concordia-Preis, dass niemand von den Kärntner Mächtigen in Politik und Wirtschaft, damals BZÖ bzw. FPK, derart angefeindet werde, wie Gössinger. Und, so Horvath weiter, genau das würde den Journalistenberuf, neben einer sachorientierten Berichterstattung, ausmachen: Unbestechlich und ohne Unterlass die Mächtigen zu kontrollieren, Missbrauch aufzudecken und eine Politik gegen Menschen anzuprangern.

Gössinger wurde 2021 mit dem Großen Ehrenzeichen des Landes Kärnten gewürdigt und das Militärkommando Kärnten ehrte sie mit der Auszeichnung „Wehrpolitische Kärntnerin des Jahres 2020“. Seit Februar 2023 ist sie u.a. als Ombudsfrau im österreichischen Presserat tätig.