Vive l’Europe! #81 – Europa muss Klima-Widerstandsfähigkeit ausbauen
Hitzewellen – die Formel lautet 3-30-300
Evropa se segreva hitreje od svetovnega povprečja, posledice pa so vse bolj opazne v mestih, naravi in pri zdravju ljudi. Sogovorniki iz različnih strokovnih področij pojasnjujejo vzroke za naraščajoče temperature in opozarjajo na pomen pravočasnega ukrepanja. Njihove ugotovitve kažejo, da so učinkovite rešitve že znane, ključni izziv pa ostaja njihovo dosledno uresničevanje tako na ravni posameznika kot družbe.
Europa ist der Kontinent, der sich am schnellsten erwärmt. Das zeigen aktuelle Klimazustandsberichte der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) und des EU-Klimadienstes Copernicus. Die Folgen: heißere Sommer, zunehmende Hitzewellen, steigende gesundheitliche Risiken und deutlich sichtbare ökologische Veränderungen. Um diesen Herausforderungen wirksam zu begegnen, muss Europa gezielt Maßnahmen ergreifen, um „klimawiderstandsfähiger“ zu werden und: Einschätzungen und Vorschläge von Eva Schwab (Leiterin des Instituts für Städtebau der TU Graz), Hans-Peter Hutter (Umweltmediziner und Ökologe), Beate Prettner (Gesundheitslandesrätin Kärnten) und Gerhard Hohenwarter (Meteorologe bei GeoSphere Austria), der einleitend die Frage beantwortet, warum sich Europa schneller erwärmt als andere Kontinente:
Grundsätzlich muss man sagen, dass sich alle Kontinente stärker erwärmen als der weltweite Durchschnitt. Denn im weltweiten Durchschnitt geht ein Großteil der Erwärmungsenergie in die Ozeane und die erwärmen sich langsamer als Landmassen. Und warum sich dann Europa am stärksten erwärmt, das ist dann gar nicht mehr so viel stärker als die restlichen Kontinente. Das kann Ursprünge haben in der Land-Meer-Verteilung und klimatischen Verteilungen, zum Beispiel Europa hat gerade im Norden natürlich viele kalte Regionen, die erwärmen sich stärker als zum Beispiel die äquatorialen Regionen, und dadurch kann es dann dazu kommen, dass sich Europa einfach ein wenig stärker erwärmt. Und wie gesagt, der große Unterschied ist vor allem von der Landmasse zum Meer und nicht zwischen den Kontinenten selbst.
Inwiefern die größte Hitze-Problematik in den Ballungsräumen, oder in den Städten auftritt, meint der Meteorologe:
Ja, die städtischen Hitzeinseln, das ist aber auch wiederum auf allen Kontinenten ein Problem, und natürlich, je dichter eine Region besiedelt ist, desto höher ist das Problem. Aber es gibt also weltweit viele Regionen, die sehr dicht besiedelt sind, da ist Europa nicht die einzige Region. Also städtische Hitzeinseln sind aber natürlich ganz ein großes Problem im Zeichen des Klimawandels, weil einfach da so viele Menschen leben und damit die Problematik sich dann einfach vervielfacht.
Entsiegelung und Begrünung, das seien die primären Notwendigkeiten, um den Hitzewellen, vor allem in den Städten, entsprechend zu begegnen, so Eva Schwab, Leiterin des Instituts für Städtebau der Technischen Universität (TU) Graz, die in der zweitgrößten Stadt von Österreich einige Pilotprojekte durchführte und respektable Ergebnisse erzielte. Ihre zentrale Botschaft lautet:
Ich würde alle auffordern, logisch über die eigenen Verhaltensweisen auch nachzudenken. Denn ich kann mich nicht über die Hitze beschweren und überall mit dem Auto hinfahren wollen. Also sich selber bei der Nase nehmen, dann ist die Begrünung auch möglich in der Stadt. Denn ohne eine Verkehrswende werden wir die Begrünung der Städte einfach nicht schaffen. Es gibt begrenzten Raum. Den muss man gut gestalten, sodass er möglichst vielen Anforderungen möglichst gut entgegenkommt, und das ist ein Abwägen von Prioritäten. Derzeit geht die Priorität nicht in die Kühlung der Städte und nicht in die Lebensqualität der Städte, zumindest nicht so, wie wir sie jetzt verstehen. Das heißt, Begrünung und auch mehr Biodiversität, führt ja letztendlich dazu, dass man auch lieber wieder draußen ist, dass man auch mehr sich unterhält mit anderen Leuten. Also es hat ganz, ganz viele positive Nebeneffekte. Das merkt man auch in der Gesundheit, wenn man mehr draußen ist, vielleicht einfach zum nächsten Park schlendert und geht, man bewegt sich wieder mehr. Das heißt, das hat so viele zusätzliche Effekte, nicht nur, dass es dann einfach kühler ist in der Stadt.
Denn, die Abkühlung der Städte, sei das zentrale Anliegen, wenn wir über Hitze sprechen, und das ist, so Schwab, in städtischen Ballungszentren mit einer verstärkten Begrünung aber auch mit Maßnahmen zur Klimaabschwächung verbunden:
Das Gute an der Gestaltung im öffentlichen Raum ist, dass ich nicht nur Klimawandelanpassung betreibe, das heißt, ich stelle mich auf mehr Hitze ein und versuche über eine Begrünung zu kühlen, sondern es ist auch Klimawandelabschwächung. Weil einfach, wenn ich meine Mobilität verändere, wenn ich auch kompakter baue, verbrauche ich nicht mehr so viel CO2, und dadurch unterstütze ich die richtige Richtung oder die richtige Entwicklung. Und natürlich, die Städteplanung ist ein grundlegendes Tool, damit wir gut weiterhin in Städten leben können. Das hängt mit der Planungskultur auch zusammen. Das hängt auch damit wieder zusammen, was wir uns alle vorstellen. Müssen wir wirklich alle 60, 70 Quadratmeter pro Person bewohnen? Also die Zahlen von Wohnflächen sind ja seit den 70ern exorbitant gestiegen. Die Idee, dass man in einem Einfamilienhaus mit Pool leben muss, ist auch immer noch total stark verankert. Also das ist sozusagen das Ziel auch noch von ganz, ganz vielen jungen Leuten. Und eine kompakte Stadt, die aber begrünt ist, hat ganz viele Vorteile und kann auch Lebensqualität bieten. Und das, glaube ich, ist auch so ein Ding, das ich versuche, in allen Projekten, die wir begleiten, klarzumachen oder erlebbar zu machen, eben auch so temporäre Gestaltungen. Weil eben, mit Verboten kommt man nicht weit. Wir müssen Umgestaltungen schaffen, sei es temporär oder permanent, wo die Leute sich wohlfühlen und einfach sagen: Ja, genau so, das will ich. Und dieses Erleben ist einfach der Grundstein, dass es weitergeht.
Was der Einzelne gegen extreme Hitzebelastungen unternehmen kann, erläutert Umweltmediziner und Ökologe Hans-Peter Hutter, dessen primäre Empfehlung lautet, ….
…, wenn es wirklich ans Individuum geht: Man muss es halt ernst nehmen. Ich höre immer wieder auch von Personen, die definitiv einer Risikogruppe angehören, dass einem das nichts macht und das ist eh so wie früher und das ist alles kein Problem. Naja, so schaut es nicht aus, weil wenn ich dann ins Spital schaue, wo ich ja auch bin, so liegen eben aus dieser Gruppe oder kommen eben mit dem Krankentransport entsprechende Personen. Also das Erste ist schon ernst nehmen und entsprechend handeln. Das Wichtigste ist schlichtweg alles ruhiger angehen, weil die Hitze, der Stress belastet ja schon das Herz-Kreislauf-System und jeglicher zuzüglicher Stress, dass man dies und jenes noch macht, na gut, das verschärft die Situation. Also alles ruhiger angehen. Das Zweite ist, und das wissen eh alle, mehr Flüssigkeit zu sich nehmen. Damit meine ich aber keinen Alkohol! Dabei, wenn ich mich jetzt erwische und ich sage mehr trinken, werden viele der Hörerinnen und Hörer denken, na gut, das weiß ich sowieso, warum sagt er mir das? Ganz einfach deswegen, weil viele vergessen.
Erstens einmal haben nicht alle so ein Durstgefühl, dass sich dann automatisch eben irgendwo dann bei einem einstellt, dass man was trinken muss, obwohl Durstgefühl eigentlich verhindert werden soll und vorher getrunken werden muss, aus physiologischer Sicht. Also man muss daran denken, dass man mehr trinkt und da stellt man sich eine Karaffe hin und so weiter, dass man über den Tag verteilt, dass man kleine Portionen trinkt. Das ist das Wichtigste.
Und dann gibt es natürlich die vielen kleinen Tipps, dass man eben sich abkühlt zwischendurch, dass man Pausen macht, dass man, wenn man wirklich aktiv ist, dass man es eher sehr früh macht oder sehr spät. Und in Abhängigkeit von seiner Fitness, seiner Leistungsfähigkeit, sich einfach auf dieses Wetter einstellt. Im Bereich des Arbeitnehmer*innenschutzes ist es auch Schlechtwetter mittlerweile. Ich möchte es nicht jetzt alles so niedermachen, aber eine Hitzewelle ist einfach ein gewisses Gesundheitsrisiko für unterschiedlichste Gruppen. Und von daher, ernst nehmen! Also das sind so die wichtigsten Dinge.
Es geht auch darum, dass man, wenn man zu Hause ist, dass man halt schaut, dass möglichst wenig Hitze reinkommt. Dass man sich auch da zu Hause behilft mit passiven Hitzemaßnahmen und mit Ventilatoren, mit Kühlung selber und schaut, dass man so zurechtkommt. Wenn man rausgeht oder wenn die Wohnung einfach zu heiß ist, dann ist es halt wichtig, dass man weiß, wo es in der Nähe einen kühlen Raum gibt.
Ich fand es immer toll, schon seit der Hitzewelle 2003, dass zwei Orte immer genannt worden sind. Das sind unsere Kirchen, also Kirchen insgesamt in Europa, wo es eben aufgrund der Architektur schon eher kühler ist in den meisten. Und der zweite, und das war auch interessant, eine Empfehlung war, dass in Frankreich gesagt wurde: Na bitte, geht's in Supermärkte oder in welche Einkaufszentren, denn die sind auch gekühlt. Aber letztlich, was auch immer in der Nähe ist, ist aus meiner Sicht nicht schlecht.
Eine interessante Empfehlung – die vor allem auch für die Stadtplanung relevant sein könnte – verknüpft die Landschaftsarchitektin Eva Schwab mit der Formel 3-30-300 und erklärt, ...
… es geht letztendlich um Bäume und Grünräume. Also jeder Mensch sollte 3 Bäume sehen von seinem Fenster aus. In der Nachbarschaft sollten mindestens 30% der Fläche beschattet sein, idealerweise von Bäumen, und jeder Mensch sollte 300 Meter brauchen, um zum nächsten Grünraum zu kommen, in dem er sich gut aufhalten kann. Das wäre die Formel, so dass der Grünraum wirklich der Hitze entgegenwirken kann. Die Formel ist von einem niederländischen Forscher, der zu regenerativem und nachhaltigem Städtebau geforscht hat.
Bäume und Wälder sind natürliche „Kühlräume“, doch Umweltmediziner Hans-Peter Hutter verweist auf die Realerfahrungen vieler Menschen, indem er meint:
Natürlich kann man auch ins Grüne rausgehen, aber Achtung, da muss man aber hinkommen. Ich weiß jetzt nur von urbanen Überlegungen, dass wenn man sagt, da geht's in den nächsten Park, dass sich viele Menschen, die sich eh schon schwertun, jetzt in einer heißen Wohnung, die sich schwertun auch mit Herz-Kreislauf oder Atemwegserkrankungen oder vielleicht auch mit ihrem Gehen, dass die vielleicht ein paar Stockwerke runtergehen müssen. Dann gehen sie ein paar hundert Meter durch die sengende Hitze, dann sitzen sie im Park und der Park ist vielleicht etwas kühler, aber es kommt darauf an, wie der ausschaut. Wenn da jetzt eine Bank steht und zwei Bäume, naja, so abkühlen tut das dann auch nicht. Also das ist immer abhängig von der jeweiligen Möglichkeit, wohin zu kommen. Weil wenn der Weg schon so ist, dass er so belastend ist, um dorthin zu kommen, und dann kühl ich mich kurz aus und dann muss ich wieder diesen Weg zurück und dann sitze ich wieder in meiner heißen Wohnung, wird das kontraindiziert. Also man muss schon schauen, wie man das am besten macht.
Damit die Abkühlung im Grünen nicht „kontraindiziert“ wirkt. Hitze sei auch ein sozial geprägtes Phänomen und steht im Zusammenhang mit dem allgemeinen Wohlbefinden in der Gesellschaft. Neben Gesundheitsfaktoren wären auch gesellschaftliche Schwachstellen, wie ein von Hutter so bezeichnetes „Ungerechtigkeitsproblem“ zu sehen:
Hitze ist ein Paradebeispiel für einen Umweltfaktor, einen Umwelteinfluss, der abseits jetzt aufdeckt, dass es für die menschliche Gesundheit in allen seinen Dimensionen, nämlich körperlich, seelisch, mental, geistig Probleme bietet, aber auch für die letzte Komponente, nämlich auch für das soziale Wohlbefinden. Es ist schon wie ein bisschen eine Lupe, die uns aufdeckt, welche gesellschaftlichen Schwächen wir haben. Und wenn es jetzt genau eine Gruppe besonders trifft, nämlich die Menschen, die vereinsamen, die allein zu Hause leben, naja, dann ist es ja genau das Problem, das ja bekannt ist. Nur durch diese Temperatur und durch diese Hitze tritt das noch einmal in den Vordergrund aus meiner Sicht. Und dementsprechend finde ich es auch wichtig, dass man das Gesundheitsproblem verknüpft mit einem Ungerechtigkeitsproblem. Es ist für einige viel, viel schwerer, mit der Hitze zurechtzukommen als für andere.
Damit dennoch eine gewisse soziale Ausgewogenheit gegeben ist, wurde etwa von der Kärntner Gesundheitslandesrätin Beate Prettner ein landesweiter Hitzeschutzschutzplan entwickelt. Dieser schließt neben Soforthilfen und Prävention auch die fachliche Qualifizierung in den Gesundheitsberufen ein:
Wir konzentrieren uns auf 3 Säulen: auf die Prävention, auf Information und Qualifizierung. Dazu gehört der aktuelle Kärntner Hitzeschutzplan mit klaren zielgruppenspezifischen Empfehlungen, etwa für ältere Menschen, für Kinder, für pflegende Angehörige oder auch für Haustiere. Wichtig ist unser Frühwarnsystem. Das wird in Zusammenarbeit mit der GeoSphere Austria auch immer wieder aktiviert, damit jene, die besonders vulnerable Personengruppen darstellen oder Personen, die mit diesen vulnerablen Personengruppen arbeiten, rechtzeitig reagieren können. Also zum Beispiel auch Gesundheitseinrichtungen, Pflegeheime oder Rettungsdienste.
Ein zentraler Schwerpunkt liegt ja in der Bewusstseinsbildung. Wir bringen praxisnahes Wissen direkt zu den Menschen. Besonders wichtig sind uns die Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für die Gesundheitsberufe. Oder auch für diejenigen, die Gesundheitsberufe gerade erlernen, also für Pflegekräfte in den Schulen oder auf der Fachhochschule. Und eine Ansprechgruppe sind unsere Pflegenahversorgerinnen, die in der Bevölkerung in den Regionen tätig sind, damit hitzebedingte Risiken für ihre Schützlinge früh erkannt und richtig gehandelt werden kann.
Welche Prognose gibt nun der Klimaforscher zu Hitze und Erwärmung ab? Geht der Trend mit extremen Hitzewellen weiter? Wird er sich verlangsamen oder verstärken? Also wohin geht die „Reise“?
Ja, im Moment sehen wir nur einen ganz langsamen Rückgang bei den weltweiten CO2-Emissionen. Das heißt, wir emittieren noch immer sehr, sehr viel CO2, und nachdem dieses Treibhausgas sehr lange in der Atmosphäre verweilt, ist nicht damit zu rechnen, dass es zu einer baldigen Stabilisierung des Klimas kommen wird. Das heißt, in den nächsten 10, 20, 30 Jahren ist mit einer weiteren Erwärmung zu rechnen, und dann entscheidet sich eben, wie rasch wir als Gesamtgesellschaft reagieren und unser gesamtes System umstellen, weg von fossilen Energieträgern, weg von Überproduktionen und Co. Sodass dann wirklich auch wir wieder kein CO2 im Idealfall oder keine Treibhausgase im Idealfall ausstoßen und sogar dann wieder einsparen können oder abbauen können. Aber im Moment sehe ich da einfach durch die Entwicklungen der letzten Jahre und Jahrzehnte einen weiteren Anstieg, der uns noch über die Mitte des Jahrhunderts hinaus sicherlich erhalten bleiben wird.
Soweit eine eher pessimistische Prognose des Klimaexperten Gerhard Hohenwarter. Ohne auf bereits erwähnte Lösungsvorschläge nochmals einzugehen, nun kurz und pointiert der Appell des Umweltmediziners Hans-Peter Hutter:
Es ist relativ einfach. Es gibt sehr viele wissenschaftliche Erkenntnisse, es gibt Best-Practice-Beispiele. Es geht jetzt darum, das, was hier theoretisch vorhanden ist, dieses Wissen herzunehmen und umzusetzen. Das ist es! Es ist nicht mehr das Erfinden von XY, sondern es ist schlichtweg das Ernstnehmen dieses Problems und das Umsetzen, dass man hier Engagement, Kreativität und letztlich auch Rückgrat zeigt. Und was zu tun ist – ganz ehrlich, das ist bekannt. Nur muss man das auch tun und nicht nur alles von heute auf morgen verschieben, weil das tun wir eh schon lang.
Die Stellungnahmen zu dieser Reportage wurden im Rahmen einer Publikumsdiskussion, die unter dem Motto „Das kann ja heißer werden: Fragen und Antworten zum Thema Hitze“ stand, aufgenommen. Die Veranstaltung fand am Donnerstag, dem 25. Juni 2026, in Klagenfurt am Wörthersee statt und wurde von Generation Plus (Grüne) Kärnten organisiert. Dabei kam es zu lebhaften Diskussionen und „hitzigen“ Beiträgen.
Evropa se segreva hitreje predvsem zaradi razmerja med kopnim in morjem, pojasnuje meteorolog Gerhard Hohenwarter, ter opozarja, da bodo ob sedanjem obsegu izpustov toplogrednih plinov vročinski valovi v prihodnjih desetletjih postajali vse pogostejši in intenzivnejši.
Urbanistka in krajinska arhitektka Eva Schwab poudarja, da je za blaženje vročine v mestih nujno povečati delež zelenih površin, razbremeniti promet in preoblikovati javni prostor. Izpostavlja načelo 3-30-300, po katerem bi moral vsak prebivalec videti tri drevesa iz svojega doma, živeti v soseski z vsaj 30 odstotki drevesne sence in imeti kakovostno zeleno površino oddaljeno največ 300 metrov.
Vročinskih obremenitev ne smemo podcenjevati, zlasti pri starejših in drugih ranljivih skupinah, opozarja okoljski zdravnik Hans-Peter Hutter. Svetuje zadostno hidracijo, zmanjšanje telesnih naporov, zadrževanje v hladnejših prostorih ter poudarja, da vročina razkriva tudi socialne neenakosti, saj se z njo ne morejo vsi spopasti enako uspešno.
Koroška deželna svetnica za zdravje Beate Prettner predstavlja deželni načrt zaščite pred vročino, ki temelji na preventivi, obveščanju in usposabljanju. Posebej izpostavlja sistem zgodnjega opozarjanja ter izobraževanje zdravstvenih delavcev in drugih, ki skrbijo za ranljive skupine prebivalstva.
Sogovorniki se strinjajo, da znanja in učinkovitih rešitev ne primanjkuje. Potrebni so predvsem odločni ukrepi ter dobro sodelovanje politike, stroke in posameznikov, da bodo mesta in družba bolje pripravljeni na vse pogostejše vročinske ekstreme.
Kurzbiografien:
Ass. Prof.in Dipl.-Ing.in Dr.in Eva Schwab ist Stv. Leiterin am Institut für Städtebau der Technischen Universität Graz. Sie widmet sich u.a. Forschungsprojekten zu Klimawandelanpassung oder Entsiegelung, hat in der Stadt Graz Entsiegelungsprojekte verwirklicht und darüber publiziert.
Mag. Gerhard Hohenwarter ist Meteorologe und leitender Mitarbeiter bei GeoSphere Austria in Kärnten. Er ist ausgebildeter Bergwanderführer und bietet dazu ein umfangreiches Programm an.
Landesrätin Dr.in Beate Prettner ist sei 2010 Mitglied der Kärntner Landesregierung (SPÖ) und u.a. zuständig für Gesundheit, Krankenanstalten und Tierschutz.
OA Assoc.-Prof. Priv.-Doz. Dipl.-Ing. Dr. Hans-Peter Hutter ist Landschaftsökologe und Umweltmediziner und leitet seit 2025 die Abteilung für Umwelthygiene und Umweltmedizin der Medizinischen Universität Wien
Weiterführende Informationen:
Eva Schwab, et.al. (2025): Klimastarke Grünräume: Ein Wegweiser für Gemeinden in Steirischen Zentralraum, TU-Graz, i.A. von Regionalverband Steirischer Zentralraum, verfügbar unter: https://www.zentralraum-stmk.at/wp-content/uploads/2025/03/Wegweiser-Klimastarke-Gruenraeume_WEB.pdf
Oblikovanje I Gestaltung: Heinz Pichler & Neža Katzmann Pavlovčič
Die Sendung wurde in Zusammenarbeit mit Euranet Plus – dem führenden Radiosender für europäische Nachrichten – produziert.
Oddajo pripravljamo v sodelovanju z Euranet Plus – vodilno radijsko mrežo za evropske novice.