(c) Lisi Specht

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Vive l’Europe! #87 - PISA 2026: Grundkompetenzen sinken deutlich

Bralna in matematična kompetenca mladih po Evropi upada, pravijo rezultati sveže raziskave PISA 2026. Tudi v Avstriji ima ob koncu obveznega šolanja približno četrtina učencev težave z osnovami branja in matematike. Nasprotno pa se znanje naravoslovja izboljšuje. Kaj pomenijo ti trendi in kako lahko izboljšamo kakovost izobraževanja?

Die internationale Vergleichsstudie PISA 2026, an der weltweit 91 Länder beteiligt sind, darunter 38 OECD-Länder, alle 27 EU-Mitgliedstaaten - darunter eine österreichische Stichprobe von 6.987 Schülerinnen im Alter von 15 bzw. 16 Jahren aus 256 Schulen - zeigt einen deutlichen Trend: Während die Kompetenzen in Lesen und Mathematik signifikant rückläufig sind, verbessern sich die Werte in den Naturwissenschaften. Im EU-Vergleich liegen zwar österreichische Schüler:innen weiterhin deutlich über den EU-Mittelwerten. Insgesamt wäre jedoch hinsichtlich des „digitalen Verhaltens“ junger Menschen ein besonderes Augenmerk zu richten.

Längerfristige Verbesserungen könnten durch einen „Kids-Act“ - Ursula von der Leyen (EU-Kommission), Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung- Kristina Kallas (Estland), anspruchsvollere Lehrpläne - João Marôco (Portugal) oder durch einen “Chancenbonus“, wie ihn die Bildungsexpertin Elke Larcher von der Wiener Arbeiterkammer anspricht, erwirkt werden – von ihr hören Sie vorweg einige Erläuterungen und allgemeine Erkenntnisse zur aktuellen PISA-Auswertung:

Ich glaube, das, was von PISA überbleibt, sowohl für Österreich als auch für den gesamten OECD-Raum und EU-Raum, ist, dass die Grundkompetenzen deutlich sinken. Dafür gibt es mehrere Faktoren. Jedenfalls ein Faktor ist das digitale Verhalten von jungen Menschen, das sozusagen sehr stark auf negative Entwicklungen im Bereich Lesen, aber auch im Bereich der Mathematik, „einzahlt“. Es ist aber auch ein Zeichen dafür, dass wir neben den Grundkompetenzen immer mehr Kompetenzen in Schulen vermitteln und diese, wenn man so will, in einer Aufmerksamkeitskonkurrenz mit den Grundkompetenzen in den Schulen stehen. Und auch das führt dazu, dass die Grundkompetenzen sinken.

Was bedeutet das konkret für Österreich?

In Österreich ist es aktuell so, dass ein Viertel aller Schülerinnen und Schüler am Ende der Schulpflicht unzureichend in den Grundkompetenzen Lesen und Mathematik ist. Das heißt, da geht es nicht um hohe Leistungen, da geht es nicht um die Stärksten, sondern es geht wirklich darum, die absoluten Grundkompetenzen Lesen, Schreiben, Rechnen werden nicht ausreichend beherrscht. Was wir sehen, ist, dass diese Kompetenzen gesunken sind. Zwar sind wir in Österreich etwas über dem OECD-Schnitt in dieser PISA-Studie, aber nur deshalb, weil alle anderen Länder noch stärker abgesunken sind, mit denen wir sonst sozusagen in diesem Mittelfeld konkurriert haben.

Und diese Einschätzung bezieht sich auf Vergleiche der letzten zehn Jahre, …

… ja, Österreich nimmt seit 2000 an der PISA-Studie teil und wir sehen einen kontinuierlichen Abfall. Genau, also es ist keine junge Entwicklung in Österreich, sondern eigentlich seit über 10 Jahren müssen wir den Abfall bei den Grundkompetenzen beobachten, und diesmal wirklich sehr deutlich.

Im EU-Vergleich liegt Österreich, oder besser gesagt die Schüler:innen in Österreich, in allen vier Kompetenzbereichen praktisch bedeutsam über dem Mittelwert der EU-Länder. Dazu lautet die Interpretation der Bildungsexpertin so:

Das liegt einfach daran, dass die anderen Länder bisher immer etwas unter dem Mittelwert waren, jetzt sind wir bedeutsam über dem Mittelwert, dass heißt statistisch signifikant. Das liegt daran, dass die anderen europäischen Länder, mit denen wir eben im Mittelfeld unterwegs waren, noch stärker in ihren Grundkompetenzen abgesunken sind. Das liegt auch dort sozusagen an bildungspolitischen Entscheidungen, liegt aber auch dort eben an der starken Präsenz der Handynutzung, dass das Leseverhalten massiv verändert hat und das Freizeitverhalten von Kindern und Jugendlichen sich verändert hat.

Im Zusammenhang mit der angesprochenen Handynutzung oder dem veränderten Freizeitverhalten hat auch Ursula von der Leyen in der „Rede zur Europäischen Nation 2026“ diese Problematik angesprochen und die Folgen der übermäßigen Nutzung sozialer Medien verdeutlicht. Sie kündigt ein abgestimmtes Schutzprogramm für Kinder und Jugendliche, den sogenannten „Kids Act“, an, der auch die Einflüsse der Tech Konzerne einschränken wird. Dazu ein kurzer Auszug aus der Rede vom 16. September 2026:

Junge Europäer:innen verbringen mittlerweile 4 bis 6 Stunden am Tag vor Bildschirmen. Kinder werden immer tiefer in Feeds hineingezogen, die darauf ausgelegt sind, sie zum Weiterblättern zu verleiten. Was wir derzeit erleben, ist eine massive Vereinnahmung unserer Kinder. Eine Vereinnahmung ihrer Aufmerksamkeit, ihrer Konzentration, ihres Geistes. Dadurch wird den Kindern ihre Kindheit genommen.

Was unsere Kinder brauchen, ist Zeit. Zeit, sich selbst zu finden, gemeinsam mit anderen aufzuwachsen und sich mit all den Emotionen und Entscheidungen auseinanderzusetzen, die das echte Leben mit sich bringt. Sie brauchen sogar Zeit, sich zu langweilen, denn genau dann müssen sie ihre Fantasie einsetzen und miteinander reden. Dann müssen sie reden, zustimmen, widersprechen, sich eine Meinung bilden und ihre Meinung ändern. Doch wenn ein Kind ein Smartphone hat, wird ihm all das genommen. Tag und Nacht sehen Eltern die Folgen: Schlafmangel, Ängste, sogar Selbstverletzung. Und in immer mehr Fällen sogar tödliche Tragödien.  (…)

Und nun ist es an der Zeit, dass Europa handelt. Morgen wird die Kommission den „Kids“-Act“ vorlegen. Wir werden einen schrittweisen und differenzierten Ansatz verfolgen. Jedes Alter hat seine eigenen Besonderheiten. Und daher wird es für jedes Alter ein maßgeschneidertes Schutzniveau geben. Zusammengefasst: Keine sozialen Medien unter 13 Jahren. Keine persönlichen Konten unter 15 Jahren. Das bedeutet: Im Alter von 13 bis unter 15 Jahren sind nur Mini-Konten zulässig, die von Eltern oder Erziehungsberechtigten eingerichtet und beaufsichtigt werden, mit eingeschränkten Funktionen und einer Nutzungsbeschränkung auf 1 Stunde pro Tag. Und zwischen 15 und 18 Jahren wird „Safe Design“ für die Plattformen verpflichtend sein. Mir ist bewusst, dass viele die Macht der großen Tech-Unternehmen als überwältigend und unaufhaltsam empfinden. Dem stimme ich nicht zu.

Wir müssen keine suchterzeugenden Funktionen hinnehmen. Wir müssen nicht hinnehmen, dass Kinder in immer extremere Inhalte hineingezogen werden. Wir müssen nicht hinnehmen, dass Fotos von Mädchen für KI-generierte sexualisierte Inhalte verwendet werden. Deshalb – und weil wir dies nicht hinnehmen – kehren wir die Beweislast um. Nun müssen die Plattformen uns beweisen, dass sie sicher sind. Denn es geht hier nicht darum, dass unsere Minderjährigen auf soziale Medien zugreifen. Es geht darum, wann und wie wir sozialen Medien den Zugang zu unseren Minderjährigen gestatten. Europa hat die Macht zu handeln. Wir sind es, die die Regeln festlegen, nicht die großen Tech-Konzerne.

Soweit ein Auszug von EU- Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit der Ankündigung des bereits erwähnten „Kids-Act“. Nun zurück zu weiteren PISA-Ergebnissen in Österreich und zu Bildungsexpertin Elke Larcher: In den Veröffentlichungen ist festzustellen, dass sich österreichische Schüler:innen in den naturwissenschaftlichen Kompetenzen verbessert haben, …

… das stimmt, genau. Also wir sehen, dass es beim naturwissenschaftlichen Verständnis eine Zunahme gab sowie bei den Kompetenzen in diesem Bereich. Hier gab es gezielte Förderungen, gezielte Programme. Wir sehen, dass die wirken, das ist gut so. Allerdings, zum Beispiel wenn es um die Grundkompetenzen Mathematik geht, sehen wir einen Abfall der Kompetenzen. Also wenn man so will, Kinder und Jugendliche können in der Schulzeit offensichtlich, in dieser Schule, wie wir sie in Österreich anbieten, nur einen Teil vermittelt bekommen. Und offensichtlich ist das jetzt in den letzten Jahren auf Kosten der Grundkompetenzen gegangen.

Für Estland sind die jüngsten PISA-Ergebnisse erfreulich. Das Land landete in der Gesamtwertung unter den Top Ten und nimmt unter den EU-Mitgliedstaaten den ersten Platz ein, so deren Bildungsministerin Kristina Kallas:

„Unsere Ergebnisse in den Naturwissenschaften sind durchwegs erstklassig. Ja, unsere Lesefähigkeiten haben nachgelassen. Das gibt Anlass zur Sorge, und dahinter stehen globale Trends. Aber gerade dieses wissenschaftliche Denken und das naturwissenschaftliche Wissen befindet sich auf einem sehr hohen Niveau. Hier ist praktisch kein Rückgang zu verzeichnen.“

Und, wie Kallas erwähnt, sind die Ergebnisse in Mathematik und Lesen seit 2022 auch in Estland zurückgegangen. Sie meint, dass deshalb Änderungen in den Unterrichtsmethoden erforderlich wären:

„Im Zeitalter der KI bin ich der Meinung, dass die Fähigkeit, Texte zu verstehen, sich intensiv mit ihnen auseinanderzusetzen und das eigene Denken durch Lesen weiterzuentwickeln, noch stärker gefördert werden muss als in früheren Zeiten. Ich denke, wir müssen uns mit Lehrkräften und Bildungsforschern an den Universitäten zusammensetzen, um zu prüfen, ob wir unsere Unterrichtsmethoden ändern und wieder mehr Texte in unseren Unterricht einbeziehen sollten.“

Soweit Bildungsministerin Kallas aus Estland. Nun noch ein weiteres interessantes Detail: In einer Stellungnahme der Arbeiterkammer Wien heißt es, dass vielfach die „Eltern das Bildungssystem reparieren.“ Dazu einige Verdeutlichungen, die Bildungsexpertin Larcher so formuliert:

Ja, also wir sehen auch, da ist PISA eine von vielen Studien, die uns das zeigt, dass Österreich ein Schulsystem hat, in dem es besonders relevant ist, welche Eltern Kinder und Jugendliche haben. Also wir sehen, dass die Kinder und Jugendlichen, deren Eltern die Ressourcen - Geld, Zeit und Bildung - haben, sich um das Lernen ihrer Kinder und den Schulerfolg ihrer Kinder kümmern, indem sie zu Hause mit den Kindern lernen, sie bei den Hausaufgaben unterstützen. Aber ganz stark auch viele Millionen Euro jedes Jahr in Nachhilfe, in private Nachhilfe investieren. Deren Kinder haben eine höhere Chance, einen Schulerfolg, einen guten Schulerfolg zu haben, gute Noten zu haben und durch das Schulsystem zu gehen. Während jene Kinder, deren Eltern das nicht haben, deren Eltern selbst vielleicht nur sehr kurz in der Schule waren oder eine andere Muttersprache sprechen, eine andere Erstsprache sprechen, all diese Faktoren wirken sich negativ auf die Bildungsbiografien aus. Wir wissen international, und das zeigt uns PISA sehr schön, das müsste nicht so sein. Diese sogenannte Bildungsvererbung, nennt man das oft, ist in Österreich besonders ausgeprägt.

Und warum ist das so?

Das liegt zum einen daran, dass wir immer noch eine Schule haben, die stark darauf setzt, Inhalte zu vermitteln, und vieles der Lernzeit findet nach wie vor im Privaten statt, eben durch Nachhilfe, durch Lernen mit den Eltern. Und dann ist eben relevant, ob die Eltern das können. Haben die das selbst gelernt? Können die die Sprache, die gelesen wird in der Schule, oder können sie das nicht? In anderen Ländern ist das anders, da sind die Schulen ganztägig, da gibt es gezielte Förderprogramme für Kinder, deren Eltern wenig Ressourcen haben. Da haben jene Schulen, wo besonders viele Kinder sind, die zum Beispiel von Armut betroffen sind, deren Eltern niedrige Bildungsabschlüsse haben, diese Schulen werden besser ausgestattet, um genau diese Kompetenzen bei allen Kindern und Jugendlichen abzusichern. Und das kann Österreich bisher nicht sehr gut. Da gibt es jetzt ein paar Programme, um das zu ändern. Auf die setzen wir sehr, aber da braucht es sicher mehr Engagement. Weil für den Arbeitsmarkt der Zukunft muss man klar sagen: Was wir brauchen, ist, dass jedes Kind und jeder Jugendliche in der Schule gut gefördert wird und in der Schule die Grundkompetenzen vermittelt bekommt, weil nur dann hat er einen guten Grundstein für die weitere Erwerbsbiografie.

Neben dem bereits angesprochenen „Kids-Act“ der EU als Antwort auf das geänderte Medienverhalten, wäre als weitere Konsequenz im Zusammenhang mit den PISA-Ergebnissen die Unterrichtsqualität zu nennen die, so Elke Larcher, einer qualitativen Neu-Ausrichtung bedarf:

Genau. Also wir sehen, dass wir jetzt gezielte Programme brauchen, um die Schul-qualität, um die Unterrichtsqualität weiterzuentwickeln, damit die Schule als Lernort funktionieren kann, damit sozusagen auch in Österreich die Schule der zentrale Lernort ist, an dem Grund-kompetenzen gelernt werden. Wir sehen das zum Beispiel beim Chancenbonusprogramm. Es reicht nicht, wenn man in die gleiche Art von Unterricht, in die gleiche Art von Didaktik nur mehr Leute reinschickt. Man muss sich auch anschauen, okay, welche Lernmethoden funktionieren. Man muss hier am Zahn der Zeit bleiben. Wenn wir innovativ sein wollen, wenn wir an der Qualität kurbeln wollen, dann brauchen wir die Fort- und Weiterbildung. Also wir brauchen diesen Innovationsgeist und den müssen wir aber in der Schulkultur entwickeln.

Wie bereits erwähnt, im europäischen Kontext liegt Österreich im Mittelwert – welche Entwicklungen zeigen sich in anderen europäischen Ländern?

Ich finde, das Spannendste ist eigentlich, dass es so ein paar Länder gibt, die aufholen, wo man merkt, dass Bildungspolitik funktioniert. Weil an sich sieht man, dass natürlich Länder, die reicher sind, tendenziell auch besser abschneiden. Deswegen braucht sich Österreich nicht ausruhen im Mittelfeld, weil eigentlich müssten wir da weiter sein, von dem, was wir an BIP haben, und an Investitionen tätigen können im Bildungsbereich und auch tätigen. Aber das, was wir sehen, ist, dass Länder, die gezielte Programme gefahren sind – zum Beispiel sehr hervorzuheben ist hier sicher Großbritannien und die London School Challenge - die hier sehr gezielt eben an der Unterrichtsqualität angesetzt haben, ganz intensiv auf jene Schulen mit großen Herausforderungen, mit vielen Kindern, die in Armut leben, viele Kinder, die wenig Bildungsressourcen in ihrem familiären Umfeld haben, dort gezielt anzusetzen mit multiprofessionellen Teams. Und diese Programme, das sieht man im PISA sehr schön, sind auch erfolgreich.

Zu den bisherigen „Spitzenreitern“ im internationalen PISA-Vergleichstest, den nordischen Ländern, wäre anzumerken:

Die fallen ein bisschen ab, ja. Auch dort gab es Bildungspolitik, die sozusagen verfehlt war, aber auch dort, glaube ich, ist die digitale Nutzung ein Thema, auf das die nicht ausreichend reagieren konnten. Also wir sehen, die sind ja immer noch im Spitzenfeld, aber deren durchschnittliche Mittelwerte sind gesunken.

Diese von Elke Larcher angesprochene „verfehlte Bildungspolitik“ betrifft beispielsweise auch Portugal, wo die PISA-Ergebnisse wieder auf ein Niveau gesunken sind, das dem von vor etwa 20 Jahren entspricht. Laut Bildungsforscher João Marôco, ist das Problem auf eine Änderung der nationalen Bildungspolitik im Jahr 2016 zurückzuführen:

„Zwischen 2000 und 2015 gab es – unabhängig davon, ob die Regierung sozialistisch oder sozialdemokratisch war – tatsächlich einen Trend hin zu anspruchsvolleren Lehrplänen mit klaren Zielen und Vorgaben, gut strukturierten Lehrplänen und Rechenschaftspflicht – nicht nur seitens der Schüler, sondern auch seitens der Schulen – sowie zu einer Reihe von bildungspolitischen Maßnahmen, die darauf abzielten, Familien zu stärken. Ab 2016 kam es zu einer vollständigen Kehrtwende in der bisherigen Politik. Wir bekamen vage und schlecht strukturierte Lehrpläne, weil die politischen Entscheidungsträger im Jahr 2016 der Ansicht waren, der nationale Lehrplan sei zu dicht und zu umfangreich und die Schüler könnten das nicht mehr lernen.“

Zusammenfasend kann festgehalten werden: Die internationale Vergleichsstudie PISA 2026 zeigt, dass in Österreich, wie auch allen EU-Ländern, die Grundkompetenzen in Lesen oder Mathematik deutlich gesunken sind. Ein Grund dafür sei das „digitale Verhalten“ junger Menschen. Wie in dieser Reportage aufgezeigt wurde, könnten mit dem „Chancenbonus“, einer Qualitätsverbesserung im Unterricht, einer Rückbesinnung auf gut strukturierte Lehrpläne oder dem „Kids Act“ der EU-Kommission, längerfristige Verbesserungen erzielt werden.

 

Mednarodna raziskava PISA 2026 opozarja na občuten upad temeljnih znanj iz branja in matematike. Čeprav je Avstrija nad povprečjem OECD in Evropske unije, pa to še ni razlog za praznovanje, opozori strokovnjakinja za izobraževanje Elke Larcher. Razlika je deloma posledica še izrazitejšega upada v drugih državah.

Larcher kot enega od dejavnikov izpostavlja spremenjene digitalne navade mladih, ki vplivajo na branje, zbranost in učenje matematike. Opozarja tudi, da šole poleg temeljnih znanj prenašajo vedno več drugih kompetenc. Naravoslovni rezultati v Avstriji so se izboljšali, kar pripisuje ciljno usmerjenim programom in podpori, ki očitno učinkujeta.

Pomemben problem avstrijskega šolstva je po njenem mnenju neenakost priložnosti. Kjer imajo starši več denarja, časa in izobrazbe imajo otroci več možnosti za pomoč pri učenju in boljši dostop do zasebnih inštrukcij. V Avstriji je tako imenovani prenos izobrazbe iz generacije v generacijo še posebej izrazit, poudarja Larcher. Šole bi morale zato postati osrednji prostor, kjer vsi otroci pridobijo temeljna znanja, ne glede na družinsko okolje.

Ne zadošča, da v enak način poučevanja vključimo več ljudi. Pogledati moramo tudi, katere učne metode delujejo, pravi sogovornica.

Kakšne rešitve pa nam ponuja Evropa? Estonska ministrica Kristina Kallas spodbuja mlade k branju in izpostavi potrebo po poglobljenem razumevanju besedil v času umetne inteligence. Portugalski raziskovalec João Marôco medtem poudarja pomen jasnih in zahtevnejših učnih načrtov.

Ursula von der Leyen pa je prejšnji teden  v svojem govoru o stanju v Uniji predstavila novo direktivo Kids Act, ki naj bi naslovila vpliv digitalnih platform na otroke in mladostnike. Strokovnjaki se namreč strinjajo, da digitalna Pandorina skrinjica nezadržno in izjemno hitro spreminja izobraževanje.

 

Kurzbiografien:

Elke Larcher BA ist stellvertretende Leiterin der Abteilung Bildungspolitik der Arbeiterkammer in Wien und spezialisiert auf die Bereiche Schulpolitik und Elementarpädagogik.

João Marôco, Ph.D. ist ordentlicher Professor an der Universität Lusófona (Portugal) und u.a. für die Stichprobenauswertung der PISA-Studie zuständig.

Kristina Kallas, ist seit 2023 Ministerin für Bildung und Wissenschaft in Estland und Sozial- und Politikwissenschaftlerin.

Ursula von der Leyen, ist Präsidentin der Europäischen Kommission und hat in der „Rede zur Lage der Union 2026“ vor dem Europäischen Parlament am 16. September 2026 die Einführung dens „Kids-Ast“ angekündigt: https://audiovisual.ec.europa.eu/en/media/video/I-293083

 

Weiterführende Hinweise und Informationen:

Eine ausführlichere PISA-Reportage von EuranetPlus ist verfügbar unter: https://euranetplus-inside.eu/de/europas-bildungsergebnisse-sinken-im-einklang-mit-dem-globalen-trend/

Informationen zu OECD PISA ist verfügbar unter: https://www.oecd.org/en/about/programmes/pisa.html

Weitere Informationen zu PISA 2026 – Institut des Bundes für Qualitätssicherung im österreichischen Schulwesen: https://www.iqs.gv.at/downloads/internationale-studien/pisa/pisa-2025

 

Gestaltung I Oblikovanje: Neža Katzmann Pavlovčič & Heinz Pichler

Die Sendung wurde in Zusammenarbeit mit Euranet Plus – dem führenden Radiosender für europäische Nachrichten – produziert.

Oddajo pripravljamo v sodelovanju z Euranet Plus – vodilno radijsko mrežo za evropske novice.