Willkommen in Schlanding, Wolfgang Schneeweiß!
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Willkommen in Schlanding, Wolfgang Schneeweiß!

Ein Gespräch über die Lust auf unternehmerisches Risiko und das Denken in Projekten mit dem Tourismusunternehmer Wolfgang Schneeweiß

Zu Gast in Schlanding bei Roland Gruber ist der Tourismusunternehmer Wolfgang Schneeweiß. Im Gespräch beschreibt Schneeweiß, wie Entscheidungen in seinem Leben nie rein rational waren, sondern immer auch mit Bauchgefühl, Neugier und dem Wunsch nach Entwicklung verbunden waren. Seine persönliche Formel dafür lautet: Lust, Abenteuer und Lernen.

Aufgewachsen im kleinen Bergdorf St. Oswald, einem Ortsteil von Bad Kleinkirchheim in den Kärntner Nockbergen, wurde er von der Hotellerie seiner Eltern von Kindheit an geprägt. Sein Weg führte über die Hotelfachschule zum Wirtschaftsstudium. Während des Studiums arbeitete er in der Tourismusberatung - ein Schritt, der seine weitere Laufbahn entscheidend prägen sollte.

Ein besonderer Wendepunkt war der Kauf der beiden Bauerndörfer in St. Oswald - damals eines der größten touristischen Projekte Kärntens mit 600 Betten. Ursprünglich als Gemeinschaftsinvestitionsprojekt gedacht, stand er plötzlich allein vor einer Millionenentscheidung. Trotz zahlreicher Absagen von Banken entschied er sich, den Schritt zu wagen. Was folgte, waren intensive Jahre zwischen unternehmerischem Risiko, Verantwortung für hunderte Gäste und Mitarbeiter sowie emotionalen Höhen und Tiefen.

Wolfgang Schneeweiß spricht offen über die Belastungen dieser Zeit: schlaflose Nächte, Krisen, wirtschaftlichen Druck - aber auch über die Freude, gemeinsam mit Gästen und Mitarbeitern einen besonderen Ort geschaffen zu haben, an dem sich alle wohlfühlten. Unterstützung fand er dabei nicht nur in wirtschaftlicher Beratung, sondern auch in Coaching und Psychotherapie.

Nachdem Schneeweiß sein touristisches Bauerndorf-Engagement aber immer als Projekt und nicht als familäres Erbe gesehen hat, konnte er nach rund 15 Jahren gut loslassen und sich davon trennen. Er ist jetzt wieder als Unternehmensberater tätig - vor allem im Bereich Thermen, Bäder und touristische Infrastrukturprojekte. Besonders interessiert ihn dabei die Frage, wie Orte gestaltet werden müssen, damit sich Menschen wirklich wohlfühlen. Es sind immer Orte mit Atmosphäre, Naturbezug und Begegnung - also Räume, in denen gute Gespräche möglich werden.

Für das Schlanding-Museum hat er symbolisch einen weichen Ball mitgebracht. Als Zeichen dafür, dass das Leben immer in Bewegung bleibt und wir selbst entscheiden müssen, in welche Richtung sich dieser Ball bewegt.